Ramana Maharshi draußen mit Stock

„Wenn die Welt zurücktritt aus deinem Blickfeld, d.h. wenn du frei von Gedanken bist, wird dein Geist die Glückseligkeit des Selbst erfahren.“

Inhalt

  1. Was ist die Welt?
  2. Wie kann man frei werden von Gedanken?
  3. Was ist die Glückseligkeit des Selbst?
  4. Zusammenfassung

Was ist die Welt?

Die Welt ist ein Konstrukt von Gedanken, das vom denkenden Verstand erzeugt wird und als dessen Teil sich dieser begreift. Das Ich-Bewusstsein, d.h. die Identifikation des Einzelnen mit dem denkenden Verstand, nimmt sich als ein fragmentiertes Selbst wahr, das in diese Welt geworfen wurde und leidet unter dieser Illusion.

Wie kann man frei werden von Gedanken?

Man kann sich der Gedanken entledigen, indem sich darüber klar wird, dass die Gedanken nur flüchtige Eindrücke sind, die kommen und gehen und in letzter Instanz nicht viel mit dem eigenen, wahren Selbst zu tun haben. Ihr Inhalt ist willkürlich, zufällig und oft problematisch. Wer dies erkannt hat, dem fällt es leichter, sich von den Gedanken zu lösen und ihnen keine Aufmerksamkeit mehr zu schenken. Es ist wichtig zu verstehen, dass man sich nicht durch Anstrengung oder aktives Nachdenken von den Gedanken lösen kann. Man löst sich allein dadurch, dass man das Denken einstellt. Die Einstellung des Denkens ist keine Aktivität des denkenden Verstandes. Es ist die Einstellung der Aktivität des denkenden Verstandes. Diess Aufhören erfordert vor allem Mut zur Ungewissheit, die Bereitschaft zum Unwissen und die Aufgabe von Kontrolle. Es benötigt ein tiefes inneres Ja zu diesem Akt des Loslassens. Solange der Einzelne an seinen Gedanken und Identifikationen hängt und nicht wirklich bereit ist, diese loszulassen, wird sich am Zustand des Ich-Bewusstseins nichts grundlegendes ändern.

Was ist die Glückseligkeit des Selbst?

Gelingt die Loslösung vom denkenden Verstand, so löst sich auch das Ich-Bewusstsein in Wohlgefallen auf und was bleibt ist das reine, undifferenzierte Selbst, welches sich selbst durchsichtig ist und sich wahrnimmt als in harmonischer Einheit mit allem, was ist. Dieser ganz natürliche Zustand des reinen Seins wird allein deshalb als Frieden und Glückseligkeit empfunden, weil sämtliche Probleme, Schwierigkeiten und Konflikte, die durch das Ich-Bewusstsein, also die Identifikation mit dem denkenden Verstand entstanden sind, nicht fortbestehen können. Diese Glückseligkeit ist der Ur- und Normalzustand des Menschen, der jedoch bei den meisten Menschen verdeckt wird von Gedanken. Wenn diese Trübung des Bewusstseins durch Gedanken ein Ende nimmt, stellt sich ohne weiteres Zutun die Glückseligkeit des Selbst ein. Zusammenfassung Das Zurücktreten der Welt ist das Zurücktreten von Gedanken, die diese Welt erzeugen. Diese gelingt durch die Einstellung der Aktivitäten des denkenden Verstandes sowie die Überwindung der Identifikation mit diesem. Was bleibt ist innerer Friede, lebendige Freude und die Glückseligkeit des Selbst.